Einleitung: Was ist Change Management Storytelling wirklich?
Nokia war Marktführer. Kodak hat sogar die Digitalfotografie erfunden. Krupp war der größte Stahlproduzent Europas. Diese Beispiele zeigen: Jede Organisation kann sich innerhalb weniger Jahren komplett vom Spielfeld bewegen, wenn sie den Change verpasst. Change heißt immer, ein bestehendes Gleichgewicht, das gerade in Krise ist, aufzulösen. Das funktioniert nur kommunikativ, indem Menschen miteinander reden und ihr Framing ändern. All diese Prozesse – vom Status quo über den Change in ein neues Sein – gehen nur über Storytelling. Und das ist dann Change Management Storytelling (Veränderungsmanagement, Transformationsmanagement).
Warum braucht ein Unternehmen Change Management Storytelling?
Veränderungen, die für das Unternehmen überlebenswichtig sind, müssen kommunikativ angestoßen werden. Je mehr Teamgespräche und Austausch stattfindet, desto eher können sich Gruppen mit Herausforderungen anfreunden und sich für die Veränderung entscheiden. Ein technischer Change allein reicht nicht. Er geht immer einher mit einem kompletten narrativen Zwilling (Kulturwandel, Organisationsentwicklung). Das Grundprinzip dahinter geht auf den Psychologen Kurt Lewin zurück: Defreeze – Change – Refreeze. Erst das gefrorene Gleichgewicht auflösen, dann verändern, dann neu einfrieren.
Praxisbeispiel: Eine Firma wenige Monate vor dem Konkurs
Als die Waltermedia zu dem Unternehmen gerufen wurde, war der Network-Marketing-Anbieter im Gesundheitsbereich ein paar Monate vor dem Konkurs (Krisenmanagement). Die Geldmittel rausgelaufen, alle frustriert, das tiefsitzende Gefühl: Da ist nichts mehr zu ändern.
Wir haben den neuen CEO dabei unterstützt, die Firma in den nächsten zwei Jahren komplett zu regenerieren. Mit allen Menschen geredet und Storys für die Zukunft entwickelt. Alle Mitarbeitenden, die Gesellschafter, die Präsidenten der einzelnen Network-Marketing-Linien zueinander gebracht – und mit jedem ein Bewusstsein dafür entwickelt, welche Einflussfaktoren den Erfolg ausmachen.
Für einen Turnaround so einer Größenordnung reicht es nicht, nur das Produkt zu verbessern. Deshalb haben wir die Prozesse optimiert, die richtigen Talente auf die richtigen Rollen gesetzt, das Design weiterentwickelt, die Finanzierung saniert, neue Anreizsysteme geschaffen – und vor allem wieder ein Zukunftsversprechen aufgebaut.
Was macht den entscheidenden Unterschied beim Change Management Storytelling aus?
Der entscheidende Unterschied liegt im Storylistening – dem Zuhören. Am Anfang sagen alle: „Die Firma kann nicht überleben.“ Das macht auch Sinn, denn wenn eine Firma in der Krise ist, haben die Menschen kein Bild mehr, auf das sie zufahren können.
Erst durch viele Workshops, Gespräche und Erfahrungen merken die Menschen: Es geht auch anders. Wenn dieser Change im Kopf eintritt (Mindset), verändert sich das gesamte Storytelling und damit entsteht auch eine neue Zukunftsvision, ein neues Ziel.
Was ist die Rolle von Waltermedia?
Die wichtigste Aufgabe zu Anfang ist, zu inspirieren. Wir reden mit Vertretern aller Stakeholder – Geschäftsführung, Eigentümer, verschiedene Abteilungen. Wir sammeln Eindrücke. Hören, wo die Hindernisse liegen und bringen die Menschen wieder zueinander.
Wir schauen: Wo sind sie jetzt und worin könnte der gemeinsame Weg bestehen? Daraus bauen wir ein Zukunftsversprechen. Ein greifbares, starkes Zukunftsversprechen, so dass jeder weiß, wie die gelungene Transformation aussehen könnte.
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