Imagevideo

Verfasst von Uwe Walter · Storytelling-Experte · Stand 2026

Ein Imagevideo zeigt, was wirklich hinter und in einem Unternehmen steckt – nicht nur, was es tut. Es ist die Chance, die eigene Geschichte und DNA sichtbar zu machen: authentisch, emotional, unverwechselbar. Wer diesen Unternehmensfilm hat, muss sich nicht immer wieder neu erklären.

Was ist ein Imagevideo?

Ein Imagevideo ist die eine Gelegenheit, das echte Unternehmen, die Menschen und die Geschichten dahinter zu zeigen. Kein Marketingfilm in Hochglanzoptik, der behauptet: Wir sind einfach toll. Sondern die Chance zu sagen: Das macht uns besonders. So sind wir wirklich. Damit Menschen, die den Film ansehen, sich auf emotionaler und auf Story-Ebene mit dem Betrieb verbinden und zum Fan werden können.

Warum braucht ein Unternehmen ein Imagevideo?

Unser Gehirn versucht immer zu verstehen „Wer steht mir da gegenüber?“ – und genau da setzt ein guter Imagefilm an. Denn jedes Unternehmen hat eine eigene DNA, einen ganzen Geschichtenkosmos: Wie ist es entstanden? Was hat es groß gemacht? Welche Schicksalsschläge gab es? Welche Glückssträhnen, welche Erfindungen? All das muss im Imagevideo vorkommen. Nicht als Montage lächelnder Abteilungsleiter und gestellter Produktionsaufnahmen, sondern als chronologisch erzählte Geschichte, die Menschen wirklich verstehen und fühlen können.

Wie dreht man ein gutes Imagevideo?

Einen Film produzieren können viele. Was die wenigsten können: die Storys vorher wirklich herausarbeiten, den passenden Storybogen finden, die richtigen Menschen casten und einen Rahmen schaffen, in dem sich die Protagonisten sicher fühlen. Denn wenn sich die Menschen im Unternehmen vor der Kamera öffnen, öffnet sich auch das Herz derer, die den Film später sehen. 

Nur wenn das Unternehmen sich mutig traut, seine Geschichte zu erzählen, bekommt sie eine Bedeutung für andere. Dafür gilt es die Meilensteine und Menschen zu finden, die am meisten berühren und emotionalisieren, sodass die Marke eine besondere Farbe bekommt.

Was ist die Rolle von Waltermedia?

Wir kommen ins Unternehmen, setzen uns hin und hören zu. Wir schauen, wo das Unternehmen steht, was es braucht, welche Art von Imagevideo Sinn macht – und welches Ziel damit erreicht werden soll. Wir finden die Menschen, die etwas zu sagen haben, machen sie fit für die Kamera und schaffen ein Umfeld, in dem sich alle wohlfühlen. Manchmal arbeiten wir mit dem Geschichtenbaum: Wo sind unsere Wurzeln, was haben wir alles geschafft, wo sind wir heute und wo wollen wir hin? Dann folgt ein Storyboard, ein Drehbuch – und eine intime, überschaubare Produktion, die das Wesen des Unternehmens sichtbar macht.

FAQ

Ein Werbefilm verkauft ein Produkt oder eine Leistung. Ein Imagevideo verkauft nichts, sondern zeigt anstatt dessen, welche Seele ein Unternehmen hat. Die Frage ist nicht „Was bieten wir an?“, sondern „Was macht uns zu dem, was wir sind?“ Das ist ein fundamental anderer Ansatz – und genau deshalb ist ein gutes Imagevideo viel zeitloser und nährt die Brandstory und den Markenwert nachhaltig.

Nein – es ist ja keine Betriebsführung. Ein Imagevideo kann die gesamte Unternehmensgeschichte erzählen, aber genauso gut die Geschichte eines einzelnen Produkts oder einer Produktreihe, einer Abteilung oder einer strategischen Neuausrichtung. Entscheidend ist nicht die Vollständigkeit, sondern die Relevanz: Was berührt, was emotionalisiert, was bleibt hängen?

Das ist völlig normal – und genau deshalb ist eine motivierende, verbindende Vorbereitung genauso wichtig, wie die Filmproduktion selbst. Wir schaffen ein Umfeld, in dem sich Menschen wohlfühlen, und machen sie behutsam fit für die Kamera.

Abschluss

Der Prozess, der hinter einem Imagefilm steht, ist immer auch eine Heldenreise. Das ganze Unternehmen tritt gemeinsam eine Reise an, während der es sich öffnet, sich zeigt und Dinge erzählt, die vorher niemand außerhalb der Firma wusste.

Autor

Uwe Walter

Uwe Walter ist Storytelling-Experte und Gründer der Waltermedia. Er studierte Regie an der HFF München, assistierte zwei Jahre Oscar­preisträger Volker Schlöndorff im Studio Babelsberg und holte ab 2001 die wichtigsten Hollywood-Filmlehrer nach Deutschland. Er begleitet Sender, Konzerne und Mittelstand – von Allianz und Lufthansa über UNICEF, SOS-Kinderdorf bis zu RTL und ProSiebenSat1. Immer mit derselben Haltung: Zuerst zuhören, dann erzählen.

Die ganze Geschichte →

Bonpago – Der 25-Jahre-Jubiläumsfilm

Manchmal braucht es einen Film, um ein Leben zu verstehen. Zum 25-jährigen Jubiläum von Bonpago entsteht ein halbstündiger Dokumentarfilm, der weit mehr ist als ein Firmenporträt. 

Die Idee: Wir erzählen die Geschichte und das Lebenswerk des Unternehmers Donovan Pfaff, der als Pionier der elektronischen Rechnung seiner Zeit voraus war. 

Was dieses Projekt besonders macht:

– Zwei parallele Erzählstränge: die Heldenreise eines Digitalisierungspioniers und die Sehnsucht nach Italien – beide verwoben zu einem einzigen Film.

– Gedreht über viele Monate, zu verschiedenen Jahreszeiten, an Schauplätzen in Deutschland und Italien.

– Der Unternehmer erzählt seine eigene Geschichte – ohne Off-Kommentar, ohne Erzähler. Ergänzt durch Familienangehörige, Weggefährten, seinen Doktorvater, Branchenführer, Mitgründer und langjährige Kunden.

– Ein entscheidender Dreh: Ein ungeplantes Abendessen in einem italienischen Fischlokal. Wein, kein Stativ und emotionale, ehrliche Momente.

– Premieren in Frankfurt und in Berlin, Unter den Linden. Beide Male Applaus, Tränen, und Menschen, die sagen: „Jetzt kenne ich ihn zum ersten Mal wirklich“.

– Der Film verändert nicht nur die Außenwahrnehmung – sondern auch den Unternehmer selbst und die Firma.

Ein persönliches, starkes Werk – und der Beweis, dass ein gut erzählter Dokumentarfilm Menschen neu positionieren kann.

DZ Bank – Storytelling für eine strategische Transformation

Die DZ Bank, Zentralbank der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, steht vor einer strategischen Lücke. Im Inlandsgeschäft mit Mittelständlern hält die genossenschaftliche Bankengruppe einen Marktanteil von bis zu 50 Prozent. Im internationalen Handelsgeschäft derselben Kunden ist der Marktanteil ausbaubar. Wie können die über 900 regional verwurzelten Banken ihre Kunden im Auslandsgeschäft begleiten? 

Die Idee: Die Aufgabe ist nicht, ein Produkt zu erklären – sondern eine Bewegung anzustoßen. Dazu drehen wir Filme, die echte Unternehmen und ihre Banker zeigen, die den Weg bereits gemeinsam gegangen sind.

Was dieses Projekt besonders macht:

– Das Drehteam reist zu Vorreiter-Volksbanken in Ulm und im Rhein-Ruhr-Gebiet, porträtiert mittelständische Unternehmen wie den Lebensmittelhändler Seeberger oder einen NRW-Hersteller von Flugsimulatoren – und erzählt ihre Geschichten nach dem Prinzip der Heldenreise. Der Mittelständler als Held, die DZ Bank als Mentor.

– Drohnenaufnahmen, vor-Ort-Porträts, Interviews auf allen Ebenen – von Mitarbeitern bis zur Führung.

– Die Filme sind auf YouTube veröffentlicht und Teil eines Fortbildungsprogramms für die genossenschaftlichen Bankenakademien.

– Ein komplexes Finanzthema wird durch konkrete, menschliche Geschichten zugänglich und greifbar.

Ein Projekt, das zeigt: Selbst in hochregulierten Organisationen kann Storytelling Bewegung erzeugen, indem wir mutig rausgehen und echte Geschichten erzählen.

Val Menocchia – Tourismusfilm für eine unentdeckte Region Italiens

In den Marken, zwischen Adria und Apennin, liegt ein Tal, das kaum jemand kennt: das Val Menocchia. Sieben Gemeinden, jede mit ihrer eigenen Geschichte, ihren eigenen Sehenswürdigkeiten – aber ohne gemeinsame Stimme, ohne gemeinsames Bild nach außen. Ein privater Unternehmer, der dort seit Jahren ein Anwesen hat und die Region liebt, hat einen Traum: dieses Tal sichtbar zu machen.

Die Idee: Der Film soll alle sieben Gemeinden zu einem Ganzen verbinden. Jeder Bürgermeister erzählt seine persönliche Beziehung zum Tal – in emotionalen Zeitlupen-Porträts, die Stolz, Sehnsucht und Heimatverbundenheit spürbar machen. 

Was dieses Projekt besonders macht:

– Es entsteht in zwei Drehtagen unter wechselhaften Bedingungen – doch gerade die „Dur- und Mollaufnahmen“ machen den Film authentisch 

– Drohnenaufnahmen zeigen die Region aus der Vogelperspektive: Meer auf der einen, Berge auf der anderen Seite – ein Panorama, das für sich spricht.

– Die Erzählerstimme: zunächst eine KI-Stimme auf Italienisch, schließlich ersetzt durch eine echte Italienerin mit einer Stimme, die trägt – weil den so wichtigen Subtext bisher keine KI ersetzen kann.

Ein Film, der beweist: Orte brauchen Geschichten. Er existiert als Visionsdokument und zeigt nicht, was ist – sondern was sein könnte.

Bonpago-Digitathlon: Employer Branding als Erlebnis-Film

Eine Unternehmensberatung wünscht sich für das schnell wachsende Geschäft noch mehr qualifizierte Bewerber. Die Lösung ist ungewöhnlich – das mehrtägige Recruitment-Event „Digitathlon“ in Italien mit ausgewählten Kandidaten. Diese bearbeiten gemeinsam einen echten Beratungsauftrag und lernen das Team kennen. So können beide Seiten besser entscheiden, ob sie zueinander passen. 

Die Idee: Wir dokumentieren die kompletten drei Tage von der Anreise am Flughafen über Workshops, Teamaufgaben und Ausflüge bis zur Abschlusspräsentation und Preisverleihung. Die Aufnahmen werden für Social Media und die Website verwendet, um noch mehr qualifizierte Bewerber gewinnen. 

Was dieses Projekt besonders macht:

– 14-minütiger Film, der drei intensive Tage authentisch erfahrbar macht.

– Ein Eröffnungsbild, das den Ton setzt. Der lilafarbene Sonnenaufgang über der Adria, mit drei Kameras um halb fünf morgens eingefangen als Metapher für den Aufbruch junger Menschen in einen neuen Lebensabschnitt.

– Gedreht als echte Reportage: Handgeführte Kamera, Drohnenaufnahmen, Soundbites, Gruppenszenen. 

– Die Heldenreise als dramaturgisches Gerüst: vom Ruf zum Abenteuer (Bewerbung für das Event) über die neue Welt (Italien und der Beraterberuf) bis hin zur Bewährungsprobe (Abschlusspäsentation)

– Messbares Ergebnis: Ausreichend Bewerbungen direkt im Anschluss – das Recruitment-Problem ist gelöst.

Ein Beweis dafür, wie ein gut erzählter Film ein Unternehmen sichtbar macht – nicht durch Hochglanz-Marketing, sondern durch echte Einblicke, die Vertrauen schaffen.

Interner Video-Newsletter für einen Großkonzern

Ein neuer Geschäftsführer möchte Vertrauen zu Tausenden von Mitarbeitenden aufbauen. Die Idee: Regelmäßige Kontaktaufnahme über Video. Reportagiger Stil, kein Perfektionismus. Erste Folge: direkt 6.000 Aufrufe.

Die Idee: Wir starten einen wöchentlichen Video-Newsletter. Keine hochglanzpolierte Unternehmensdarstellung, sondern ein persönliches, authentisches Format. Der Geschäftsführer vor Ort im Unternehmen, in den Hallen und Abteilungen, wo die Arbeit geschieht. 

Das Format im Kern: Jede Folge folgt einer klaren Dramaturgie. Zu Beginn ein persönlicher Einstieg und eine Themenvorschau. Dann die aktuellen Kennzahlen und konkrete Herausforderungen aus dem Unternehmen (z.B. Lieferengpässe, Zusatzschichten, technische Ausfälle). Danach ein Deep Dive zu einem konkreten Thema oder Einblicke in eine Abteilung. Und am Ende wird es wieder persönlich. Der Geschäftsführer erzählt, was er gerade lernt, denkt und was ihn antreibt – verbunden mit motivierenden Worten an die Belegschaft.

Was dieses Projekt besonders macht: Bereits die erste Folge wird von über 6.000 Mitarbeitenden angeschaut – ein sofortiger Einschlag. Das Format läuft mittlerweile seit 12 Monaten.

– Bewusst reportagiger Stil: Stop and Walk, One-Takes, kein Perfektionismus. 

– Das Format bricht mit traditionellen Kommunikationsmustern. Der Geschäftsführer ist nahbar und erreichbar. 

– Die Mitarbeiter können die Videos kommentieren und werden aktiv zu Anregungen, Kritik und Fragen aufgefordert.

– Weil das aktuelle Geschehen kommentiert wird, hat der Newsletter eine hohe Relevanz als „heißer Draht zur Chefetage“.

Zeitgemäße CEO Kommunikation sendet nicht Top-Down, sondern erzählt ehrlich, menschlich und auf Augenhöhe.

Interner Fiction-Film zur Digitalisierung

Ein großer Konzern steht vor einer internen Herausforderung: Wie lässt sich die Begeisterung für Digitalisierung bei zehntausenden Mitarbeitern wecken? Nicht durch Präsentationen oder Handbücher, sondern durch Storytelling.

Die Idee: Wir entwickeln einen 13-minütigen Spielfilm nach dem Prinzip der Heldenreise. Im Mittelpunkt steht ein junger IT-Mitarbeiter, der von seinem Chef mit einer komplexen Aufgabe konfrontiert wird. Zuerst scheitert er, dann kämpft er sich durch – und wächst am Ende über sich hinaus. Eine Geschichte aus dem Arbeitsalltag eines Großkonzerns mit humorvollen Zügen.

Was dieses Projekt besonders macht:

– Ein professioneller Schauspieler in der Hauptrolle, echte Mitarbeiter als Nebendarsteller.

– Das Drehbuch entsteht in enger Zusammenarbeit mit einer Mitarbeiterin, die den Konzernalltag aus erster Hand kennt – und Storytelling im Blut hat.

– Die Heldenreise dient sowohl als dramaturgisches Gerüst des Films, als auch als Organisationsmodell für die Produktion selbst. Denn jeder, der mitmacht, entwickelt sich weiter und verbindet sich mit der Digitalisierungs-Herausforderung.

– Ergebnis: Ein Film, der intern für Identifikation, Motivation und einen neuen Blick auf die Digitalisierung sorgt.

Das Pilotprojekt zeigt, was möglich ist, wenn Konzerne aufhören, behauptende Botschaften wie „Digitalisierung geht uns alle an“ rauszugeben. Und anstatt dessen mutig beginnen, Geschichten zu erzählen, die die Relevanz im Arbeitsalltag beweisen.